Type Magazine: Die Weihnacht kommt mir spanisch vor

Die Weihnacht kommt mir spanisch vor Spanish Version

Madrid. Spanien. Ganz Spanien durchzieht die weihnachtliche Atmosphäre zwischen Ende November und Anfang Januar. Die Einkaufszentren und die Wohnungen sind in dieser Zeit geschmückt. Der Weihnachtsbaum und die Weihnachtskrippe dürfen in den Heimen dabei nicht fehlen. Einen Adventskalender, Adventskranz oder den Nikolaustag wie in Deutschland kennen die Spanier nicht. Vielmehr erleben sie die Adventszeit nur als religiösen Vorgang. Doch mehr und mehr Spanier lösen sich von dieser religiösen Ausrichtung des Weihnachtsfestes.

Auch die Häuser strahlen im Lichterglanz

Ende November sind die zentralen Plätze als Weihnachtsmärkte umgestaltet. Hier verkaufen Händler Süßigkeiten, Geschenkartikel und witzigen Kleinkram. Dieser ist für den 28. Dezember gedacht, an dem wie am 1. April Scherze mit den Menschen gemacht werden. In Deutschland gibt es Glühwein und Gebäck auf dem Weihnachtsmarkt, in Spanien hingegen ein großes Weihnachtslotto. Die Lose können die Spanier bereits ab Oktober kaufen. Die Ziehung ist am 20. Dezember durch die Waisenstiftung „Los ninos de San Ildefonso“.

Festlich ausgeschmückt sind die Straßen

Der Heilige Abend, 24. Dezember, ist für die Mütter sehr stressig. Sie müssen sich um die Familie kümmern. Etwa um 21 Uhr serviert sie das Essen: Truthahn oder Fisch mit Meeresfrüchten und den beliebten spanischen Schincken „Jamon Serrano“ Zum Gottesdienst um Mitternacht gehen nicht so viele Leute in die Kirche, obwohl die Spanier sehr katholisch sind. Einige Jugendliche gehen in die Disco, andere bleiben zu Haus bei der Familie. Die Kinder gehen früh zu Bett, da der Weihnachtsmann ihnen in der Nacht Geschenke bringt. Diese Gewohnheit stammt aus den USA.

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[Cristina Buelta]